2020

EIN LICHT FÜR DICH

EIN LICHT FÜR DICH - bastelt eine Laterne und verschickt ein Licht!

Wir wünschen euch den ein oder anderen Lichtblick in der kommenden Winterzeit. Bleibt in Bewegung und haltet zusammen!

Gerne möchten wir viele Menschen an dieser Aktion teilhaben lassen.

Teilt eure Laterne auf Facebook oder Instagram unter dem Hashtag #moveanddo #einlichtfürdich #staytogehter

„Erfolgserlebnisse sind der Wachstumsfaktor bei Kindern – Sport bietet das“


Foto: GES/ LAUREUS/ HELGE PRANG

DIE WELT - DONNERSTAG, 22. OKTOBER 2020
VON MELANIE HAACK

Bewegung bewegt. Nicht nur den Körper. Sie verändert einerseits sehr viel auf der physischen Seite, bewirkt daneben aber auch Wichtiges auf der sozialen und psychischen Ebene. Auch und erst recht bei Kindern. Einer, der sich mit diesem Themenkomplex auskennt, ist Marcus Weber (44). Der Sozialpädagoge leitet das Projekt move&do mit Laura Hübsch, Sportwissenschaftlerin und Trainerin (Träger sind der Sportkreis Stuttgart und die Jugendhaus-Gesellschaft Stuttgart, gefördert von der Laureus-Stiftung). Sie begleiten Schulen in Stuttgart mit erlebnispädagogischen Angeboten, arbeiten somit an der Schnittstelle von Sport und Jugendhilfe.

WELT: Was bewegt Bewegung bei Kindern, alleine und in der Gruppe? Können Sie das Wichtigste herausgreifen?

WEBER: Es stärkt ihr Körpergefühl, damit auch ihr Selbstbewusstsein, fördert Sozialkompetenz, also unter anderem Team- und Kommunikationsfähigkeit. Es geht um Vertrauen, Regeln, Respekt, Toleranz und Anerkennung. Um Lösungen, Wege aus Krisen. Und viel mehr.

Inwieweit haben Sie in Ihrer Arbeit den Eindruck, dass die Macht von Bewegung für Heranwachsende auch entsprechend gewürdigt wird?

Wenn man sich die Bildungspläne ansieht und das, was in Schulen als Erstes gestrichen wird, muss ich feststellen: Bewegung als positive Eigenschaft, die Macht von Bewegung, wird unterschätzt. Und da rede ich jetzt nicht vom Extremfall, sondern ganz allgemein. Wenn jemand über Jahre Schlimmes erlebt hat, hat er natürlich einen schwierigen, langen Weg vor sich liegen, steckt in bestimmten Beklemmungen. Aber ich erlebe es auch im – sagen wir – „ganz normalen“ Alltag, dass Kinder Blockaden haben, dass sie Lernschwierigkeiten haben, und wir dann feststellen, dass es nicht immer nur an Lernschwierigkeiten als solchen liegt, sondern dass es wichtig ist, wieder in Bewegung zu kommen, sich zu aktivieren. Das wird gerne und oft unterschätzt.

Gibt es auch Positivbeispiele?

Ja, auf jeden Fall. Schulen, die sehr bewusste Mittel wählen. Die zum Beispiel Bewegungspausen einlegen und feststellen, dass die Kinder und Jugendlichen dadurch ganz andere schulische Erfolge erzielen. Aber als Konsens ist das Thema immer noch nicht in der Gesellschaft, in der Politik angekommen.

Das legt den Schluss nahe, dass die Corona-Krise nicht nur bildungstechnisch aufgrund der Schulschließungen, sondern auch durch den Wegfall schulischer und außerschulischer Bewegungs- und Sportangebote gravierende Folgen hat und noch haben wird. Wie sind Ihre Erfahrungen?

Wir haben mit den Folgen der Pandemie zu kämpfen, ganz klar. Auf vielen Ebenen. Aber natürlich ist es in Familien mit schwierigen Lebenssituationen –und die gibt es auch unabhängig vom Einkommen der Eltern – noch schwieriger geworden. Dort fehlte den Kindern die Bewegung oft extrem, schließlich ist Sport auch ein Kanal, um mit Schwierigkeiten umzugehen. Hinzu kommt: Wenn das positive Erlebnis des Sporttreibens durch die Corona-Zeit auch noch wegfällt, bleibt manchmal zu wenig. Dann wird es in schwierigen Situationen noch schwieriger.

Und generell?

Abgesehen von motorischen und vielen anderen positiven Aspekten der Bewegung gilt für die meisten Kinder in der Corona-Zeit: Sie wurden positiver Erlebnisse beraubt. Sport bietet Erfolgserlebnisse – und diese sind der Wachstumsfaktor bei Kindern. Zudem haben sich viele Kinder vermehrt online aufgehalten. Noch mehr als sowieso schon. Sport als Ausgleich zum Sitzen, zur Bildschirmarbeit und zum Computerspielen brach weg. Weniger Bewegung, mehr Bildschirmzeit und sehr wahrscheinlich dazu nicht weniger, sondern eventuell sogar mehr Essen – das bringt Gewichtszunahme, fehlenden Ausgleich im körperlichen und geistigen Sinne mit sich. Und viele andere Folgen.

Vereine und einzelne Topsportler haben mit Onlineangeboten versucht zu helfen. Nur ein kleiner Tropfen?

Es gab wirklich viele gute Angebote, auch wir haben etwas auf die Beine gestellt – das war wichtig und hat sicherlich geholfen, aber es fällt ja schon einer großen Anzahl der Erwachsenen schwer, sich zu disziplinieren und etwas für sich selbst zu tun. Hinzu kommt ja auch, dass Kinder lieber Sport in der Gemeinschaft treiben. Glück hatte, wer Platz hat, sich ein Trampolin in den Garten zu stellen und vielleicht sogar die Nachbarskinder dazuholen konnte. Aber das ist Luxus.

Sozialpädagoge Marcus Weber leitet
das Projekt move&do
Foto: GES/ LAUREUS/ HELGE PRANG

Wie ist der aktuelle Stand?

Die Nachfrage ist seit Ende der Sommerferien groß. Unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln, versteht sich, sind wir täglich im Einsatz und ausgebucht. Viele haben erkannt, wie wichtig Bewegung ist, und dass nicht wenigen Kindern das Verständnis für ein Miteinander abhandengekommen ist. Dass man gegensteuern muss. Deshalb kam von vielen Lehrern die Initiative, dem entgegenzuwirken und auch vorzubeugen. Hinzu kommt ein weiteres Problem: Wenn Kinder keinen Kontakt nach außen haben, kein Lehrer, kein Fußballtrainer, kein Musiklehrer da ist – wer erkennt dann die Schwierigkeiten, wer erkennt, dass etwas nicht stimmt? Ein Video-Chat kann das nur schwer ersetzen. Ich hoffe sehr, dass die Schulen geöffnet bleiben.

Gehen wir weg von der Pandemie. Welche Erfahrungen haben Sie in Ihren Projekten mit der Relevanz von Vorbildern gemacht: Wie wichtig sind diese, speziell aus dem Spitzensport?

Vorbilder sind generell wichtig. Kinder werden groß mit Orientierung, und sie orientieren sich immer an Vorbildern. Normalerweise primär an den Eltern, aber wir stellen fest, dass das Elternhaus als Vorbild immer mehr wegbricht und unsere Arbeit deshalb umso wichtiger wird. Nach den Eltern orientieren sich Kinder am Lehrpersonal – und dann extrem am Sport. Die Schule, die Bewegung, die Normalität haben den Kindern gefehlt.

Worauf begründet sich die Vorbildfunktion im Sportbereich?

Im Sport verstehen Kinder auf ganz simple Weise, dass es zum Beispiel ohne Regeln nicht funktioniert. Dass ein Zusammenspiel sonst nicht möglich ist oder erschwert wird. Um den Bogen zum Leistungssport zu spannen: Wir haben hin und wieder Manuel Fumic bei unseren Projekten (Weltklasse-Mountainbikefahrer, die Redaktion). Durch ihn kann man sehr gut Themen wie Durchhaltevermögen, Rückschläge erleiden, sich dennoch wieder nach vorne kämpfen, sich Ziele setzen und fokussieren vermitteln. Wenn jemand seit 15 Jahren Sport treibt und Erfolge vorweisen kann, schauen viele Kinder und Jugendliche zu ihm auf, sodass dessen Wort eine ganz andere Tiefe und Bedeutung bekommt, als wenn ich das Gleiche sagen würde. Außerdem merken die Kinder:‚Hey, dieser erfolgreiche Sportler interessiert sich für uns. Der nimmt sich Zeit, der hört uns zu.‘ Sie fragen ungläubig: ‚Wie? Der kommt jetzt extra zu uns?‘ Das baut sie auf, das stärkt ihr Selbstbewusstsein. Diese Topsportler haben einen vollen Terminkalender und nehmen sich dennoch Zeit – Fredi Bobic zum Beispiel ist so einer, ihn habe ich zwei-, dreimal im Rahmen von „Laureus“ getroffen. Das hat eine große Symbolkraft. Den Einsatz von Spitzensportlern darf man nicht unterschätzen. Jugendliche erkennen das an.

Neues Projekt - therapeutische ErlebnisZeit

Die therapeutische ErlebnisZeit bietet Kindern und Familien eine Hilfestellung, um am alltäglichen Leben wieder eigenständig und selbstbestimmt teilzunehmen.

Kinder und Jugendliche mit traumatisierenden Erlebnissen brauchen neben professioneller psychologischer Hilfe vor allem auch das Gefühl von Sicherheit und Halt. Gerade die Erlebnispädagogik, Naturerfahrung und Bewegung an sich, können dabei unterstützend sein und zu einer Regulierung und Stabilisierung der Kinder beitragen.

Neben der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen liegt ein weiterer Fokus auf Familien in Überforderungssituationen. Neben der Schulung von sozialen und personalen Kompetenzen, stehen die Stärkung der Selbstwirksamkeit und der Aufbau von Vertrauen im Mittelpunkt.

Das Projekt ist angelegt in drei Module.

Bewegung und Körperwahrnehmung bilden die Grundlage des Angebotes. Auf diese Weise wollen wir den Kindern und Jugendlichen vor allem die Möglichkeit geben, mit Bewegung und Körperwahrnehmung ihre Sinneswahrnehmung zu erweitern. Über ein gesteigertes Selbstwertgefühl soll es gelingen, Kinder und Jugendliche für die zukünftigen Herausforderungen zu stärken.

Vertrauen ist wichtig für die Zielgruppe, da sie bisher selten verlässliche Strukturen erlebt haben. Im Vergleich zu Zuhause können sie hier ein Stück heile Welt erleben. Wir geben Ihnen die Möglichkeit, in Ruhe mit anderen zu spielen und dabei sich auszutauschen. Es geht um Fragen wie: Vertraue ich mir? Höre ich auf meine innere Stimme? Sie lernen sich selbst besser kennen und können somit Vertrauen in sich selbst und in andere gewinnen.

Gemeinsames Essen zur Förderung der Entspannung. Zu gemeinsamen Mahlzeiten gibt es die unterschiedlichsten positiven Assoziationen. Dazu zählt, dass sie verlässlich und im gewohnten Umfeld stattfinden. Es besteht die Möglichkeit, gesunde Essensweisen vorzuleben und zu thematisieren.

Bei dem Projekt handelt es sich um ein kooperatives Angebot mit dem Kinderschutz-Zentrum Stuttgart. Die Zusammenarbeit mit therapeutischen Mitarbeiter*innen ist ein wesentlicher Bestandteil des Projekts.

Sommer Abenteuer Camp

Stuttgart hat in Bezug auf Action und Abenteuer viel zu bieten! Drei tolle Sommer Abenteuer Camps liegen hinter uns.

… Mountainbike

… Klettern

… Kanufahren

… Bogenschießen

… Wandern

… Höhle

In den letzten Monaten ist die Bewegung für viele Kinder und Jugendliche zu kurz gekommen.
In Zusammenarbeit mit der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft, dem Sportkreis Stuttgart und der Sportkreisjugend konnten die Abenteuer Wochen gemeinsam umgesetzt werden, die den Kindern und Jugendlichen zu Gute gekommen sind.

Nun wünschen wir allen einen guten Start ins neue Schuljahr!

Schöne Ferien und einen tollen Sommer!

Wir freuen uns auf drei Ferien Abenteurwochen mit euch.

Ihr sucht noch ein Ferienprogramm?

Dann schaut vorbei unter www.kesselferien.de

Wir sind weiter für euch da!

Spiele mit ABSTAND: Die ersten Klassen sind in die Schule zurück gekehrt. Wir stellen euch einige Aufgaben zusammen, die ihr in der Schule, in Kleingruppen aber auch zuhause gemeinsam ausprobieren könnt. Gerade in Zeiten von Corona ist es wichtig sich gegenseitig zu zuhören, sich und andere wahrzunehmen, sich selbst zu aktivieren und zu motivieren.

move&meet: Bei Klassenvideokonferenzen unterstützen wir euch auch in dieser schwierigen Zeit. Wir haben einige Online Einheiten erarbeitet. Mithilfe von Gefühlskarten arbeiten wir aktuelle Situationen auf, stellen Hilfs- und Freizeitangeboten der Stadt Stuttgart vor und bringen gemeinsame Spiele mit ein.
move&meet soll erweitert werden durch Einheiten zur Entwicklung der Persönlichkeitsbildung. Gerade jetzt ist es uns wichtig die Kinder und Jugendlichen stark zu machen.

www.instagram.com/programm_moveanddo/?hl=de
www.facebook.com/moveanddo.de

Mitmachen Ehrensache: 17.400 Euro für soziale Zwecke

Herzlichen Dank an Mitmachen Ehrensache. Dank dem sozialen Engagement vieler Jugendlichen erhalten wir 6960.- € für unser neues Programm „Ich mein eigener Chef“. Ab dem Schuljahr 2020/2021 werden wir hier mehrere Schulklassen zum Thema Selbstregulation bedienen. Jugendliche lernen hierbei die Grundlagen selbstregulierten und eigenverantwortlichen Handelns kennen.

In Zeiten der Corona-Virus-Pandemie eine gute Nachricht: Statt zur Schule zu gehen, jobbten 613 Stuttgarter Mädchen und Jungen am Internationalen Tag des Ehrenamts 2019, dem 5. Dezember, im Rahmen der Aktion Mitmachen Ehrensache bei 346 verschiedenen Arbeitgebern. Die Jugendlichen verzichteten auf das verdiente Geld und spendeten es drei ausgewählten sozialen Projekten. 17.400 Euro haben die Schülerinnen und Schüler erarbeitet. Der Gesamterlös wird normalerweise im Rahmen einer feierlichen Scheckübergabe an die Projekte überreicht. Im Anschluss werden die Jugendlichen für ihr soziales Engagement ausgezeichnet. „Das Veranstaltungsverbot hat auch uns getroffen, wir haben die DANKE-AKTION abgesagt“ bedauert Gabi Kircher von der Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft, Leiterin der Aktion. „Aber es gibt im Moment Wichtigeres. Gesamtgesellschaftliche Verantwortung und solidarisches Handeln sind gefragt. Genau diese Werte vertritt Mitmachen Ehrensache.“ Nun wird der Erlös an die Einrichtungen überwiesen und die Jugendlichen erhalten ihre Zertifikate und kleine Geschenke per Post.

6.960 Euro bekommt der Caritasverband Stuttgart e.V. für das „Haus für Kinder“ in Bad-Cannstatt. Über ebenfalls 6.960 Euro freut sich die Einrichtung „move&do“ des Sportkreis Stuttgart. Mit dem Geld werden Schulprogramme durchgeführt, die das selbstregulierte Handeln zur Verbesserung des sozialen Miteinanders der Schülerinnen und Schüler fördern. Weitere 3.480 Euro kommen dem Verein Leseohren e.V. für die Ausbildung der ehrenamtlichen Lesepaten zu Gute. Sie vermitteln Stuttgarter Kindern Spaß und Freude an Sprache, Geschichten und Literatur. Dabei leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Lese- und Sprachkompetenz.

Spitzenreiter bei den teilnehmenden Schulen ist das Neue Gymnasium Leibniz in Feuerbach mit 76 Teilnehmern, gefolgt von der Jahn-Realschule Bad-Cannstatt mit 73 Teilnehmern. Neu dabei war die Waldschule Degerloch, bei der auf Anhieb 64 Schüler für gute Zwecke jobbten.

Zentral für das Gelingen des Aktionstags sind die Arbeitgeber, die den Jugendlichen die Möglichkeit bieten, für gute Zwecke zu jobben. Die Spannbreite ist groß und reicht von Apotheken, Arztpraxen, Blumenläden, Drogerien, Krankenhäuser, Supermärkten, Bäckereien, Hotels über Rechtsanwaltskanzleien, Handwerksbetriebe bis hin zu Kindertagesstätten. „Viele Arbeitgeber sind seit Jahren verlässliche Partner von Mitmachen Ehrensache. Dazu gehören viele kleine Betriebe, aber auch große Unternehmen wie die Handwerkskammer Region Stuttgart, das Jugendamt der Stadt Stuttgart, die Börse Stuttgart und die Firma Trumpf in Ditzingen“ so Kircher.

Mitmachen Ehrensache verbindet soziales Engagement mit niedrigschwelliger Berufsorientierung, eine Kombination, die viele Jugendliche gut finden.

„Ich mache schon viele Jahre bei der Aktion mit, weil ich mit wenig Aufwand soziale Projekte unterstützen kann und auch noch das Berufsleben kennen lerne. Ich hatte schon tolle Arbeitsplätze, zum Beispiel im Sozialministerium und im Maritim Hotel. Als Botschafterin habe ich an unserer Schule für Mitmachen Ehrensache geworben und freue mich, dass sehr viele Schüler mitgemacht haben “ sagt die 17 jährige Helene Fischer vom Hölderlin-Gymnasium.

Der Geschäftsführer der Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft, Ingo-Felix Meier, freut sich über das diesjährige Ergebnis: „Landesweit konnten wir beim Aktionstag die Marke von 10.000 Teilnehmern knacken, ein toller Erfolg. Insgesamt beteiligten sich in 23 Aktionsbüros 10.272 Jugendliche und erarbeiteten 275.509 Euro für viele verschiedene soziale Zwecke. Das Engagement zahlt sich für alle Beteiligten aus. “ Die Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft ist zusammen mit der Jugendstiftung Baden-Württemberg seit 2003 Träger der Aktion.

Philipps Story

Philipp erzählt seine Geschichte. Als erstes move&do Kind kommt Philipp 2007 zu dem Projekt in Stuttgart. Schüchtern, zurückhaltend und mit einem großen Päckchen das er zu tragen hat. 13 Jahre später ist er kaum wiederzukennen - ein selbstbewusster Mann, der seine Stärken und Schwächen kennt. Seine Botschaft „Aufstehen, weiter machen!“ soll auch andere Kinder und Jugendliche motivieren und in ihrem Selbstvertrauen stärken.

Nun erzählt er seine bewegende Geschichte in einem für die Laureus World Sport Awards produzierten Film: https://youtu.be/Q_7Y3St8xYc.

Dank an: Laureus , Mercedes-Benz und die Royal Film Company GmbH

Sport half gegen die Selbstmord-Gedanken

Berlin –Wer den 25-jährigen Philipp Schaupp in dieser Woche bei den Laureus-Awards in Berlin beobachtet hat, sah einen selbstbewusst wirkenden jungen Mann, blonde Mähne, muskulöse Oberarme. Der Schwabe ist angehender Landschaftsbauer, engagiert sich in der freiwilligen Feuerwehr. Doch hinter ihm liegen dunkle Jahre.

Foto: GES
VON MARCEL SCHWAMBORN / Kölner Express Sonntag, 23. Februar 2020

Wenn Philipp über seine Kindheit spricht, stockt die Stimme und die Augen werden glasig. „Ich habe in meiner Kindheit Gewalt erfahren“,sagt er leise. „Ich wurde in der Schule so oft fertig gemacht und habe ziemlich viel Mobbing erlebt, weil ich vielleicht fünf Minuten länger für eine Aufgabe gebraucht habe als andere. Wenn ich an die Tafel musste, ging mein Adrenalin hoch, mein Kopf hat zugemacht. Dann hieß es aus der Klasse: ’Was willst du überhaupt da vorne? Du kannst es doch eh nicht und bist zu blöd dafür’. Man hat sich nur noch schlecht und doof gefühlt. Das hat mich richtig kaputt gemacht.“Daher wollte Philipp schon früh aufgeben. „Mit acht Jahren habe ich mir vorgestellt, dass die Welt ohne mich schöner wäre. Da habe ich mir einfach gedacht: Was bringt es noch? Wenn ich nicht mehr da bin, müssen die einen weniger mobben, und ich hätte diesen Schmerz nicht mehr.“


Philipp Schaupp betrachtet in seinem Zimmer die Fotos aus seiner Kindheit, als er keinen Lebensmut mehr hatte.

Doch in dieser Phase half das neugegründete Laureus-Jugendprogramm Move & do. Philipp war 2007 einer der ersten Teilnehmer. Durch erlebnispädagogische Angebote wie Klettern, Radfahren oder Bootstouren soll das Selbstbewusstsein und der Mut der Schüler gestärkt werden. „Er kam als kleiner Junge zu uns, sehr zerbrechlich, zurückhaltend“, erinnert sich Projektleiter Marcus Weber. „Wenn Menschen Probleme mit einer psychischen Überlastung haben, erstarren sie, wollen nicht mehr vorangehen. Bevor jemand in eine Therapie geht, kann die Bewegung schon helfen. Wir kommen zu Trainingseinheiten in die Schulen und dort fallen uns Kinder auf, die mehr Ansprache benötigen als nur gemeinsam Kanu zu fahren oder klettern zu gehen.

“Philipp genoss es, die sieben Meter hohe Kletterwand des Projektes zu sichern. „Ich hatte auf einmal Rückhalt und Vertrauen. Das hat mich wieder auf die richtige Bahn gebracht. Die Projektleiter haben mir eine Aufgabe gegeben. Es hat sich richtig gut angefühlt. Erst hatte ich keine Lust mehr zu leben,und dann wurden mir Kinder anvertraut, die ich beim Klettern sichern musste“, sagt der 25-Jährige stolz. „Ich hatte plötzlich das Gefühl, dass ich doch zu etwas gut bin. Jetzt läuft alles wieder den gewohnten Gang.

“Für Philipp war der Sport der perfekte Türöffner. „Gerade, wenn man irgendwelche Probleme hat, ist Sport hilfreich. Man kann sich austoben, Aggressionen rauslassen.

“Ohne gezielte Förderung würden viele Kinder aber auf der Strecke bleiben. „Viele Lehrer sind angesichts ihrer zahlreichen Aufgaben bei der Schulung von sozialen Kompetenzen überfordert. Deshalb ist übergreifendes soziales Engagement, so wichtig, damit sozialschwache Kids nicht durchs Netz fallen“, sagt Projektleiter und Prozesstrainer Weber.

Neues Projekt „ICH mein eigener CHEF“

In den vergangenen Jahren wurde immer deutlicher, dass es vielen Schülern an der Bereitschaft oder Fähigkeit mangelt eigenverantwortlich zu handeln, sich zu motivieren und selbstkontrolliert zu arbeiten. Schwierigkeiten im sozialen Miteinander sind häufig in den Defiziten personaler Kompetenzen begründet. Das Projekt „Ich mein eigener Chef“ versucht diesen Entwicklungen entgegen zu wirken. Jugendliche lernen die Grundlagen selbstregulierten und eigenverantwortlichen Handelns kennen.

Mit Hilfe von erlebnispädagogischen Methoden und sportlichen Herausforderungen werden die Vorteile dieses Handelns erlebbar. So können die Jugendlichen ihre eigene Einstellung erkennen und ihr tägliches Lern- und Sozialverhalten ändern. Dieses Training soll weniger die Gruppe und deren Dynamik, als vielmehr gezielt den Einzelnen in seinem eigenverantwortlichen Handeln stärken. Anhand von fünf Personen erarbeiten sich die Teilnehmer ein Erklärungsmodell zu den Abläufen im menschlichen Gehirn. Diese werden bildhaft anhand von Playmobilfiguren den Schülern näher gebracht. Die Figuren sollen die Inhalte verständlich machen und den Schülern einen Einblick in ihr Verhalten geben. Mögliche Veränderungen werden thematisiert und somit wird selbstreguliertes Handeln angeregt. Ein begleitendes Lernheft wird derzeit für Lehrperson und Schüler entwickelt.

„ICH mein eigener CHEF“ ist in Zusammenarbeit mit move&do Mannheim entstanden.

2019

  
 

Eine Burgeroberung mit move&do - gemeinsamer Abstecher ins Mittelalter

Die erfolgreiche Eroberung der Burgruine Hohenwittlingen in Bad Urach war Mitte Oktober die Aufgabe und das Ziel des zusammengewürfelten Teams aus Unternehmensberatern und Schülern.

An einem Freitagmorgen trafen erstmalig Unternehmensberater von Q-Perior und Werkrealschüler der Pestalozzischule in Bad Urach zusammen. Das Ziel, die Burgruine Hohenwittlingen gemeinsam zu erobern und den Nachmittag bei selbstgebackenem Brot, Grillwurst und eigens hergestelltem Traubensaft in netter Gesellschaft zu verbringen.

Um es vorwegzunehmen, es wurde natürlich geschafft! Durch tadellose Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung konnte die Herrschaft über die Burg gelingen.

Nur musste dafür einiges investiert werden. Vier Stunden navigierten sich die bunt zusammengemischten 10er Gruppen quer durch den Herbstwald. Fünf Aufgaben mussten pro Team erfolgreich erledigt werden, damit die Burgruine in den Besitz der vierzigköpfigen Gruppe überging. So waren beim Bogenschießen Konzentration und Treffsicherheit gefragt, beim Abseilen in der Wolfsschlucht Mut und Vertrauen sowie Zuspruch der Gruppe, um in der Höhle bei Dunkelheit nicht die Orientierung zu verlieren. Wurde die Aufgabe erfolgreich erledigt, gab es eine Auszahlung in Form von Grillgut.

Für das leibliche Wohl diente die letzte Station - eine Essenstation an dem Brotteig geknetet, Trauben entsaftet und leckere Burgsaucen kreiert wurden. Zum Schluss wurde dann an der Ruine gemeinsam das Brot gebacken und die erspielten Würstchen gegrillt.

Mit wohlgenährtem Bauch und bester Laune wurden zum Abschluss noch die selbstgemalten Fahnen gehisst. Ist doch eine Fahne das Symbol für Gemeinschaft, die an diesem Tag im Vordergrund stand.

Mittendrin Laureus Botschafter und ehemaliger Triathlet Timo Bracht. Ihm ist es ein Anliegen soziale Projekte nachhaltig zu gestalten und zu unterstützen.

Durchgeführt und organisiert wurde die Aktion von dem erlebnispädagogischen Programm move&do, das seit vier Jahren den Baustein Firmenevent hoch³ anbietet.

Unter dem Motto: „Mitarbeiter interagieren mit Schülern von move&do“ werden gemeinsame Teamaktionen mit Mitarbeitern des Unternehmens und Schülern einer Schulklasse durchgeführt. Der persönliche Austausch und das soziale Miteinander stehen dabei im Vordergrund. Von diesem Engagement profitieren nicht nur die Schüler, sondern auch die Unternehmen. Soziale Firmenevents beinhalten Elemente klassischer Teamtrainings mit dem Ziel, Gruppen zusammenzubringen sowie die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt zu stärken.

move&do ist ein Programm in Trägerschaft des Sportkreises Stuttgart und der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft. Die Laureus Sport for Good Stiftung Deutschland / Österreich ist seit dem Jahr 2006 Förderer und Partner des Programms.

Laureus Sport for Good: Radeln und Wiesn für den guten Zweck

Gemeinsam mit zwei unserer Jugendlichen reisten wir zum „Laureus Sport for Good Radeln und Wiesn für den guten Zweck“ an. Denn knapp 30 Laureus Sport for Good Botschafter und Förderer fanden sich zum Radfahren und Austauschen zu einem gemeinsamen Wochenende am Starnberger See zusammen.

In der Mittagspause erwartete die Truppe dann eine von unseren „move&do“ Teamchallenges. Mit der Frage „Was ist wichtig für eine gute Teamarbeit?“ starteten wir die Challenge „Turmbau“. Nachdem die wichtigsten Begriffe gesammelt und auf Bauklötzen notiert wurden, musste mit einer von Fäden gehaltenen Konstruktion der Teamturm gestapelt werden.

Einige Eindrücke von der Arbeit von Laureus Sport for Good sammelten die Förderer und wir am Abend bei Interviews und beim gemeinsamen Essen.

Am nächsten Tag stand dann noch die „Sport for Good Wiesn“ in der Wildstube an. Langjährigen Unterstützern wurde gedankt und neuen Gästen die Möglichkeit gegeben, Laureus Sport for Good besser kennenzulernen. Mit den Einnahmen aus dem gesamten Wochenende unterstützt Laureus Sport for Good über soziale Sportprojekte bedürftige Kinder und Jugendliche.

„Ich schaff´s auch ohne“

Dass heutzutage ein Leben ohne Smartphone für Kinder und Jugendliche unvorstellbar ist, war in den 1990-er Jahren nicht absehbar.
„Always on“ ist ein aktueller Begriff der heutigen Zeit und trifft vor allem auf Kinder und Jugendliche zu. Die älteren Generationen hingegen besitzen noch eine Erinnerung daran, nicht immer erreichbar sein zu müssen. Laut der JIM Studie 2018, besitzen 97 Prozent der Jugendlichen ein Smartphone und verbringen im Durchschnitt über drei Stunden am Tag damit.

Mit dem Projekt „ich schaff’s auch ohne“ hat sich move&do diesem Thema angenommen. Durch sport- und erlebnispädagogische Aufgaben sowie durch Wissens- und Theorievermittlung wurden die Jugendlichen motiviert sich mit Situationen und Fragen der Smartphone Nutzung auseinander zu setzen. Nicht selten blickten die beiden Projektleiter Laura Hübsch und Marcus Weber in erschrockene Gesichter, wenn es um Fakten zum Thema Nutzungszeiten, Stressfaktoren, Lernen und Gesundheit ging.

Besonders spannend für einige Jugendliche war das Thema Handyfasten, denn 72 Stunden ohne Smartphone war für einige Schüler kaum vorstellbar. Was tun, wenn ich nicht immer online bin? Beim gemeinsamen Kanufahren war diese Frage jedoch schnell vergessen. Das Naturerlebnis, das Team und die körperliche Anstrengung standen dabei im Vordergrund.

Mithilfe des Projekts „ich schaff’s auch ohne“ sollten die Jugendlichen lernen digitale Geräte selbstkontrolliert und selbstbestimmt zu nutzen sowie sich Ziele zu setzen und an einer Sache dran zu bleiben. Sport- und Freizeitangebote lernten die Jugendlichen, als Handlungsalternative, in dieser Zeit kennen.

Über einen Zeitraum von zwei Jahren konnten insgesamt vier Schulklassen von dem Projekt „ich schaff’s auch ohne“ profitieren, welches durch den Projektmittelfonds „Zukunft der Jugend“ der Landeshauptstadt Stuttgart unterstützt wurde.

Hüttenwanderung 2019

Ein Wechsel aus Sonne, Schnee und Regen erwartete uns auf der diesjährigen Hüttentour im Allgäu. Grenzerfahrung, Durchhaltevermögen und Hilfsbereitschaft sind dabei nur einige wenige Schlagworte die auf die drei Tage zutreffen. Die Erlebnisse werden ewig bleiben.
Danke für die Unterstützung an E. Scheurle Messebau GmbH

 

„Zu Wasser, zu Land und in der Luft“

 

Übergabe Qualipass

Das Engagement der Jugendlichen für unser digitales Stadtspiel wurde bei einer gemeinsame Übergabe des Qualipass gewürdigt. Mehr Infos zum Qualipass unter http://www.qualipass.de/

 

ErlebnisZeit – ein Projekt in Kooperation mit dem Kinderschutzzentrum Stuttgart

Die ersten Kinder durchliefen unser Projekt "ErlebnisZeit" in Kooperation mit dem Kinderschutzzentrum Stuttgart. Der neu angelegte Garten bietete uns in dieser Zeit Spaß und Action an der Boulderwand, Geschichten am Lagerfeuer, erfrischende Abkühlung mit Wasserbauten, Vertrauen beim Blind- und Barfußgang und jede Menge emotionale Momente im geschützten Grünen. Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Gruppe.

 

Firmenevent hoch³ bei Stuttgart 48 - ein Blogbeitrag von Stefanie, Manuel und David (Daimler AG)

70 glückliche Kinder bei move&do Stuttgart

Unter dem Motto: „Mitarbeiter interagieren mit Schülern“ werden beim Angebot Firmenevent hoch³ von move&do gemeinsame Teamaktionen mit Mitarbeitern des Unternehmens und Schülern einer Schulklasse durchgeführt, bei denen der persönliche Austausch und das soziale Miteinander im Vordergrund stehen. Im Folgenden beschreiben Daimler-Mitarbeiter ihre persönlichen Erfahrungen während dem Erlebnisfestival Stuttgart 48.

Nach unserem Aufruf im Social Intranet Anfang Mai haben sich einige freiwillige Helfer gemeldet, die das, von dem von Laureus unterstützten Projekt move&do mitorganisierte, erlebnispädagogische Event in Stuttgart für 70 Kinder-und Jugendliche tatkräftig unterstützt haben.

Es ging vor allem um die Unterstützung an den verschiedenen Spielstationen, und um die frische Zubereitung der Speisen und Getränke. Die Kinder- und Jugendlichen im Alter zwischen 10-15 Jahren zelteten auf der Waldheim-Wiese und mussten innerhalb von 48 Stunden in Viererteams verschiedene Aufgaben unter dem Motto „Robin Hood“ bewältigen und gegeneinander antreten. Mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit haben unsere Kolleginnen- und Kollegen dazu beigetragen, dass ein erfolgreiches und vor allem für die Kinder und Jugendlichen ein unvergessliches Wochenende stattfinden konnte. Was gibt es Schöneres, als in glückliche Kindergesichter zu blicken?

Nachfolgend ein paar Eindrücke von Steffi, Manuel und David, stellvertretend für alle ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen:

„Um 04:30 Uhr klingelte bei mir und meinen beiden Kolleginnen der Wecker. Wir sind dem Aufruf des Laureus Sport for GoodTeams gefolgt und haben uns für die Frühschicht gemeldet. Der erste Gang führte zum Bäcker: 700 Brötchen, bitte! Es ging weiter zu den Kids, die in bunten Zelten auf der Waldheim-Wiese übernachteten. Wir schlichen uns vorbei zur offenen Küche und bereiteten große Mengen an Gemüse, belegten Brötchen & Co. zu. Nach dem Frühstück gingen die Kinder auf „Raubzug“ mit vielen Stationen im Stadtgebiet…und dafür rüsteten wir sie noch mit Lunchpaketen. Wir bekamen häufig ein „Dankeschön“ von den Kids, wie auch von den ehrenamtlichen Betreuern. Das sind die Momente, die das frühe Aufstehen vergessen lassen und das Küchenteam glücklich machen.“ - Stefanie Freytag (MS/MSM)

„Mit weiteren tatkräftigen 20 Kolleginnen und Kollegen aus vielen Bereichen der AG haben wir an Spielstationen in ganz Stuttgart den Kids Hilfestellung bei der Bewältigung der abenteuerlichen Geschicklichkeitsübungen à la „Robin Hood“ geleistet: u.a. Bogenschießen, Kanufahren auf dem Max-Eyth-See oder Pfadfinden im „Sherwood Wald“. Die Kinder waren mit großem Eifer bei der Sache. Nach 2,5 intensiven Gruppentagen war dann aber doch die Müdigkeit spürbar, aber zur Siegerehrung waren alle nochmal hellwach. Wir freuen uns, unseren Beitrag zu „Stuttgart 48“ geleistet zu haben … gerne wieder in 2020.“ - Manuel Eller (COM/MBC)

„Spaghetti kochen und Crêpes zubereiten? Nichts leichter als das, dachte ich mir. Vor Ort wurde uns Köchen schnell bewusst, dass es ein kleiner aber feiner Unterschied ist, ob man für vier oder für 70 Personen plant. „Reichen uns 14kg Nudeln? Sollen wir wirklich eine komplette Packung Salz reinschütten?“ – Da war es umso besser, ein super Team um sich zu haben. Die Kinder haben sich sehr über das Essen gefreut. Die Spagetti und Crêpes (mit viel Nutella) waren eine wichtige Stärkung für die kommenden Herausforderungen der nächsten Tage.“ - David Mariot (COM/MBC)

Das gesamte Laureus Sport for Good Team und die Kinder- und Jugendlichen sagen DANKE für den grandiosen ehrenamtlichen Einsatz. Kinder sind unsere Zukunft!

Let’s help. Let’s change the Game for Kids!

Neues Fahrzeug für das Programm move&do

05.06.2019: Der neue Mercedes Benz Sprinter wurde am Max-Eyth-See von der Huber Automotive AG in Anwesenheit von Partnern, Förderern und Gästen übergeben.

move&do benötigte ein neues Fahrzeug und die Huber Automotive AG, vertreten durch den Vorstand Martin Huber, wollte sich sozial und regional engagieren. 

Über das Netzwerk von Laureus entstand der Kontakt zwischen der Huber Group und dem Sportkreis. Das Vorhaben wurde in Angriff genommen und gemeinsam realisiert. move&do ist nun wieder mobil.

Vielen Dank an die Huber Group. 

Unser Dank gilt auch der Sortimo International GmbH, die den Innenausbau des Fahrzeugs übernahm und das Programm darüber auch unterstützt.

Die Übergabe des Fahrzeuges fand im Rahmen einer Floßbauaktion mit der Pestalozzischule aus Stuttgart-Vaihingen statt. Dabei ist uns die Interaktion zwischen Firmen und Schülern sehr wichtig. Die Schüler erleben dadurch eine Begegnung auf Augenhöhe und die Firmen bekommen im Gegenzug einen Einblick in die Bedürfnisse von jungen Menschen. Somit stehen der persönliche Austausch und das soziale Miteinander dabei im Vordergrund.

Träger von move&do sind der Sportkreis Stuttgart und die Stuttgarter Jugendhausgesellschaft. Die Laureus Sport for Good Stiftung Deutschland/Österreich ist dritter Partner im Programm und unterstützt move&do seit seiner Initiierung im Jahr 2006.

Robin Hood – unterwegs im Auftrag der Gerechtigkeit

Stuttgart 48 – ein erlebnispädagogisches Abenteuer

Klopfende Herzen beim Abseilen vom Kirchturm und die große Erleichterung wieder auf festem Boden zu stehen, leuchtende Augen beim Bagger fahren, mit der Aufgabe, zielgenau einen an der Baggerschaufel hängenden Pfeil im Köcher zu platzieren. Jubel über bewältigte Aufgabe und manchmal auch etwas Enttäuschung, dass man nicht die volle Punktzahl geschafft hat – aber die nächste Herausforderung und neue Chance wartete bereits an der nächsten Ecke…

Stuttgart 48 – dahinter stehen 18 Teams mit jeweils 4 Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 15 Jahren und einem erwachsenen „Schutzengel“, die sich vergangenes Wochenende (17.-19. Mai 2019) 48 Stunden an 10 Stationen über Stuttgart verteilt 20 erlebnispädagogischen Herausforderungen gestellt haben. Herausforderungen in der Luft, auf (auch in) dem Wasser und auf der Erde. Unter dem Motto „Robin Hood“ galt es, mit Geschicklichkeit, Mut, guter Zusammenarbeit und Köpfchen an den Stationen möglichst viele Münzen zu erspielen, sich im Wettkampf mit den anderen Teams zu messen und natürlich – wie könnte es anders sein – die Beute am Ende an die Armen zu verteilen. Finale war Sonntag im Stadtpark Zuffenhausen, bei dem es galt, auf verschlungenen Pfaden den Schergen des Scheriffs zu entgehen und die Beutel mit Münzen möglichst vollständig ins Ziel und in Sicherheit zu bringen. Der gemeinsame Abschluss mit Siegerehrung fand auf der Kinder- und Jugendfarm Zuffenhausen statt.

Und auch in diesem Jahr fanden die zwei Stuttgart 48 Pokale neue Besitzer.
In der Altersgruppe „Robin“ (10 – 15 Jahre) gewann das Team: „HHMT“ von der Jugendfarm Zuffenhausen dicht gefolgt von den „Flying Stars“ - Marquartschule Plochingen auf dem 2. Platz und den „5 Pfeilen“ -Wichernschule Fellbach auf dem 3. Platz. Bei den jüngeren „Little Johns“ (10 – 13 Jahren) machte den 1. Platz die „BanditASS“ - Albert-Schweizer-Schule, gefolgt von den „Black Girls“ auf dem 2. Platz und den Schillerboys auf dem 3. Platz – beide Teams von der Schillerschule.

Stuttgart 48 ging dieses Jahr bereits in die 6. Runde. Veranstalter sind von Beginn an: move&do (Träger Sportkreis Stuttgart und die Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft), das Café Ratz Untertürkheim, die Wichernschule in Fellbach, sowie die Evang. Jugend Stuttgart.

Neben Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen aus den benannten Einrichtungen unterstützen auch in diesem Jahr Mitarbeiter von Mercedes Benz unentgeltlich diese Aktion. Sie betreuten Stationen, schleppten Material, motivierten und begeisterten die Teams und machten damit dieses Erlebnispädagogische Abenteuer überhaupt erst möglich!

Die häufigste Frage wurde am Ende gestellt: „Gibt es Stuttgart 48 nächstes Jahr wieder?“ Klar, was für eine Frage?! Das nächste Abenteuer wartet bestimmt.

Regina Ullrich, Evang. Jugend Stuttgart
Marcus Weber, move&do

Tag der offenen Tür im Rathaus

rathaus

Beim Strickleiterklettern am Tag der offenen Tür im Rathaus trauten sich über 100 Kinder und Jugendliche in die Höhe und erklommen den großen Sitzungssaal im Rathaus.

Ein toller Tag für die Stuttgarter Bürger und Bürgerinnen, an dem es auf dem Marktplatz, auf allen Stockwerken im Rathaus, in den Sälen und Büros viele tolle Mitmachangebote, Spiele und Informationsstellen gab.

Stuttgart 48 – ein erlebnispädagogisches Abenteuer

Robin Hood lautet das diesjährige Motto von Stuttgart 48

Meldet euch schnell an, noch gibt es freie Plätze!
Anmeldung unter: info@moveanddo.de
Ansprechpartner: Marcus Weber
Es warten spannende Aufgaben und Abenteuer auf euch! Beim Abseilen vom Kirchturm, Bogenschießen, Kanufahren und Klettern könnt ihr euch als Team beweisen und um den Wanderpokal kämpfen.

"Searching Brains"- das digitale StadtSpiel

- ist im Rahmen eines Corporate Social Responsibility Projekts der Daimlerfinancial Service AG entstanden. Zusammen mit Designern, Software-Entwicklern, move&do und der Jugendagentur Stuttgart entwickelten die Schüler der Gablenberger Werkrealschule mit Hilfe von Design Thinking und Desgin Workshops verschiedene Spielideen und neue Aufgaben für die digitalisierte Version des Stadtspiels. Ein toller Prozess, vielen Dank an alle Beteiligte!

Meine Woche bei move & do! 

von Sabba Hauschke

Ich durfte viele unterschiedliche Klassen kennenlernen, die jeweils ganz unterschiedliche Schwierigkeiten und Stärken aufweisen. Dabei gab es eine Spannweite von der 4. bis zur 10. Klasse. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht zuzusehen, mit wie viel Engagement, Geduld und Freude Marcus und Laura an ihre Arbeit gehen.

In meiner Woche bei Ihnen habe ich Sie auch einmal gefragt, was denn überhaupt ihre Motivation sei, morgens aufzustehen und zur Arbeit zu gehen. Sie erklärten, Sie wollen mit ihrer Arbeit den Jugendlichen helfen, ihnen Möglichkeiten eröffnen, ihr negatives Verhalten zu verbessern und ihre Stärken hervorheben und das finde ich erkennt man auch. Dafür respektiere ich die Zwei, denn sie schenken einen großen Teil ihrer Zeit diesen Kindern und Jugendlichen mit dem starken Glauben, etwas zu bewirken.

Im Großen und Ganzen kann ich sagen, meine Woche bei move & do war sehr interessant, abwechslungsreich, witzig und ich kann hier rausgehen mit dem Gefühl etwas gelernt zu haben. Nämlich, dass jeder etwas kann, worauf man stolz sein kann, dass es nicht darum geht, ob man gewinnt oder verliert, sondern darum, dass man sein Bestes gibt und sich gegenseitig bestärkt und hilft. Ich kann jedem empfehlen, der sich dafür interessiert und Spaß an der Sache hat anderen zu helfen, hier sein BOGY zu machen. Denn es ist einfach mal etwas anderes, kein Bürojob, sondern ein Ort an dem man wirklich etwas lernen kann.

Saaba Hauschke war im Rahmen ihrer Berufs- und Studienorientierung am Gymnasium (BOGY) eine Woche bei move&do

"move&do Stuttgart geht in die fünfte Runde"
BW Organ 02/2019  

Seit 2006 ist nun move&do in Stuttgart aktiv und hat in dieser Zeit unter anderem mehr als 1500 Angebote an Schulen durchgeführt und dabei über 6000 Kinder und Jugendliche in der Teamarbeit gecoacht.

Die Partnerschaft an der Schnittstelle Jugendhilfe und Sport war und ist ein wesentlicher Faktor für die erfolgreiche Entwicklung des Programms in den vergangenen Jahren. Das Bestreben aller Beteiligten ist es, diese Partnerschaft in der Zukunft fortzuführen und nach Möglichkeit als festen Bestandteil in der Stadt zu installieren. Daher wird move&do auch in den Jahren 2019 bis 2021 Erlebnispädagogik und Teamtrainings an Stuttgarter Schulen anbieten.

Bisher zwölf Jahre move&do stehen eben für zwölf Jahre Erlebnispädagogik und Teamtrainings für Kinder und Jugendliche in Stuttgart. 2006 beschlossen die Träger Sportkreis Stuttgart und Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft, gemeinsam eine mobile Einrichtung zu schaffen, um Erlebnispädagogik in Stuttgarter Schulen und sozialen Einrichtungen als alltägliches, ergänzendes und kontinuierlich stattfindendes Angebot zu installieren. Der Sport und die Jugendarbeit stellen hier unterstützende Angebote zur Entwicklung junger Menschen dar. Von Beginn an wird das Programm von der Laureus Sport for Good Stiftung Deutschland/Österreich gefördert.

Erlebnispädagogische Methoden und Elemente helfen, Zielsetzungen im Klassenverband anzugehen und Probleme inner- und außerhalb der Gruppe aufzugreifen. Dabei wird Erlebnispädagogik als langfristiger Prozess mit mehreren Einheiten und Modulen im Sinne der Nachhaltigkeit verstanden.

move&do steht für eine ganzheitliche Förderung von Kindern und Jugendlichen. Mit den Angeboten sollen eine positive Entwicklung des Sozialverhaltens und die Persönlichkeitsbildung unterstützt und gefördert sowie das Erlernen von Schlüsselqualifikationen ermöglicht werden. Die Maßnahmen sind individuell geplant und auf die Bedürfnisse der jeweiligen Gruppe abgestimmt.

Die Angebote richten sich an Schulen und soziale Einrichtungen in Stuttgart, die zur Beantwortung gesellschaftlicher Probleme im Verhalten von Kindern und Jugendlichen alternative Wege gehen wollen. Bausteine und Module in der sportpraktischen Arbeit sind unter anderem Klettern, Floßbau, kooperative Spiele, Hochund Niedrigseilgärten, Mountainbike, Höhlenbefahrungen oder Bogenschießen. 

Jahresaustausch zwischen move&do Mannheim und Stuttgart

xmas

"Abheben zu neuen Zielen" – gemeinsam mit move&do Mannheim setzten wir uns in Böblingen in der Motorworld zusammen. Beim Austauschen, Diskutieren und Ideen sammeln, entstanden wieder tolle Ergebnisse. Dank der Einladung der Motorworld hatten wir dafür einen perfekt geeigneten, kreativen und originellen Tagungsraum, der das Denken und Arbeiten für uns sehr angenehm machte.

2018

Schöne Weihnachten
und einen guten Rutsch ins Jahr 2019

xmas

1. Drehtag für den neuen move&do Film

xmas

Kurz vor Weihnachten stand noch ein sechsstündiger Drehtag für unseren neuen move&do Film an. Schüler und Schülerinnen der Eichendorff Werkrealschule zeigten dabei was TEAMARBEIT und move&do für sie bedeutet. Bei kooperativen Spielen im Klassenzimmer und beim Klettern im City Rock wurde die Schulklasse vor viele Herausforderungen gestellt. Wir sind gespannt auf den Film!

Motorworld meets Laureus – Zu Besuch bei „move&do“

motor

Als Country Patron unterstützt die Motorworld Group seit 2017 Laureus Sport for Good Germany & Austria und ermöglicht so bedürftigen Kindern und Jugendlichen neue Perspektiven. Um sich einen Einblick von einem Laureus Förderprojekt zu verschaffen, war Sandra Kieling, Projektleiterin in der Motorworld Group, zu Besuch bei move&do, einem sozialen Projekt, das an der Stuttgarter Körschtalschule läuft.

motor

Und sie erlebte viel vor Ort: Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wurde zum Start in den Tag Codeknacker gespielt. Die Projekt-Klasse musste sich dazu selbständig eine Strategie ausdenken, wie alle gemeinsam innerhalb einer vorgegebenen Zeit an den korrekten Code gelangen. Austausch und Teamgeist war angesagt, ebenso wie aufeinander zu hören und einander zu vertrauen.

Teamgeist statt Streit und Mobbing!
Nach einigen Fehlversuchen knackte die Klasse letztendlich den Code und konnte stolz auf sich sein. Einhellig war die Meinung der Schüler: „Nachdem aufeinander gehört wurde und die Konzentration da war, hat am Ende jeder den nötigen Teil zum Erfolg beigetragen.“ Spielerisch werden bei move&do den Kindern und Jugendlichen damit Regeln und Disziplin vermitteln – wichtige Werte und Grundlagen für das soziale Miteinander.

move&do im Stuttgarter Raum

Seit 2006 ist das move&do-Team mit der Sportwissenschaftlerin Laura Hübsch und dem Diplom Sozialpädagogen Marcus Weber an Schulen im Stuttgarter Raum unterwegs, um mit Kindern und Jugendlichen zusammenzuarbeiten. Laut Martin Hopf, Lehrer an der Körschtalschule Stuttgart, ist dieses Projekt deshalb wichtig, da das soziale Lernen parallel zum pädagogischen und sachlichen Lehrplan eine immer wichtigere Rolle einnimmt.

Moderne Schnitzeljagd

spiel

Lernen
Werkrealschüler entwickeln mit Fachleuten ein digitales Stadtspiel.

Die ersten Ideen wurden im März gesammelt, und ein Prototyp wurde entworfen. Bei einer Stadtrallye fand nun der erste Test statt: Im Rahmen des „Move and Do“-Programms entwickelten Schüler der Werkrealschule Gablenberg gemeinsam mit Fachleuten des Finanzdienstleisters Daimler Financial Services (DFS) das digitale Stadtspiel „Searchlng Brains“. Das Spiel lässt sich über eine App auf dem Tablet spielen.

spiel

Die Orte, an denen die Spieler Aufgaben erledigen sind mit Fähnchen auf einer Stadtkarte markiert. Bei den Aufgaben müssen Fragen zu Stuttgart beantwortet oder Plätze entdeckt und fotografiert werden. So lernen die Jugendlichen Stadt und Kultur kennen und sind in Bewegung. Über GPS sehen Spielerinnen und Spieler ihren Standort auf der Stadtkarte. Pro gelöster Aufgabe gibt es Punkte, das Team mit den meisten Punkten gewinnt.

Anders als bei einer klassischen Stadtführung müssen die Jugendlichen andere Menschen ansprechen, um Aufgaben zu lösen. Dies sei für junge Menschen eine große Hürde, sagt Tom Kipp von der Jugendagentur Stuttgart, die das Progranm unterstützt. Das Spiel soll deshalb bei den Jugendlichen soziale Aspekte wie Kommunikationsfähigkeit fördern.

Mit Patricia Kyei Baffour, Kubilay Kaan, Luca Rankovic und Josephine Djan entwickelten vier Werkrealschülerinnen und Schüler in Workshops das Produkt auf Anwendersicht und tauschten sich im Büro mit Fachleuten von DFS aus IT und Design aus. Drei Wochen setzten vier Mitarbeiter von DFS die Ideen der Jugendlichen beim Programmieren um. “Es war interessant zu sehen, wie man ein Spiel selbst entwickeln und eigene Ideen einbringen kann“, sagt Schülerin Patricia Kyei Baffour.

„Mit dem Projekt übernehmen wir soziale Verantwortung in der Region“, begründet Philipp Lesicar, Design Thinking Coach von DFS, die Unterstützung des Projekts. Einzelheiten müssen nach dem ersten Test verbessert werden, danach soll das Spiel vor allem Schulklassen zur Verfügung stehen. Das erlebnispädagogische „Move and Do“-Programm fördert Selbstbewusstsein und Sozialkompetenz. „Wichtig ist, dass die Jugendlichen sich einbringen“, sagen Marcus Weber und Laura Hübsch vom Team Move and Do.

anju

Mitmachen Ehrensache 2018

kompass

Warum ich mich sozial engagiere – meine Beweggründe:

Nachdem ich durch Werbung an meiner Schule von „Mitmachen Ehrensache“ hörte, habe ich mich dazu entschlossen an der Aktion teilzunehmen. Auf der Suche nach einem geeigneten Job, bin ich auf der Webseite von „Mitmachen Ehrensache“ auf das Programm move&do gestoßen. Da ich schon immer Spaß an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen habe und ich es wichtig finde neue Erfahrungen und soziale Kompetenzen zu erlernen, beschloss ich meinen Arbeitstag dort zu verbringen.

kompass

Soziales Engagement ist mir wichtig, weil es zum einen Spaß macht und ich dadurch anderen helfen und unterstützen kann. Ich finde es toll, dass das erarbeitete Geld von den Ehrenamtlichen eingesammelt und später für soziale Projekte gespendet wird.

Durch Aktionen wie „Mitmachen Ehrensache“ kann man sich darüber informieren in welche berufliche Richtung man später gehen möchte. Zudem bietet mir der Tag Abwechslung zum Schulalltag und einen Einblick in die Arbeitswelt.

Bei move&do hatte ich einen tollen Tag und würde es jedem weiter empfehlen, der vor hat sich sozial zu engagieren!

-Amelie Bazlen-

Aktion KomPass 2018 – erlebnispädagogischer Orientierungslauf & Wettkampf durch Stuttgart

kompass

Zum insgesamt neunten Mal hieß es an zwei wunderschönen Herbsttagen für 12 Schulklassen alles zu geben, zusammen zu halten und sich gegenseitig zu unterstützen. Dabei kamen knapp 300 Schüler*innen der Klassenstufe fünf und sechs aus unterschiedlichen Schulformen und verschiedener sozialer Herkunft mit und ohne Behinderung zusammen.

kompass

Bei einem Orientierungslauf durch die Stadt Stuttgart mussten die Kinder und Jugendlichen Anlaufstellen und Freizeitmöglichkeiten finden, Aufgaben erfüllen und möglichst viele Punkte für die eigene Klasse sammeln.

Am Spielhaus im unteren Schlossgarten wurden die Schüler*innen zudem vor erlebnispädagogische Teamaufgaben gestellt. Nur mit viel Durchhaltevermögen, Teamfähigkeit, Sportlichkeit und kreativem Denken konnten die Schulklassen sich einen der drei begehrten Treppchen Plätze sichern und eine Teamaktion beim ErlebnisParcours Zuffenhausen gewinnen.

Wir gratulieren den drei Gewinnern:
Platz 1: Auschule Stuttgart
Platz 2: Elly-Heuss-Knapp Gymnasium
Platz 3: Körschtal Gemeinschaftsschule

logos

Laureus Global Summit: Sport hat die Kraft, die Welt zu verändern

01

„Youth Empowerment through sport“ steht bei einem Projektleiter auf der Rückseite seines Shirts. „Change a life“ bei einem anderen. Und „Caring for children“ bei einem dritten.

Ich bin in Paris, für Laureus Sport for Good. Die gemeinnützige Organisation unterstützt soziale Projekte, die über die Kraft des Sports bedürftigen Kindern und Jugendlichen helfen. Weltweit. 130 Organisationen, in 40 Ländern, mit Millionen an bereits geförderten Teilnehmern. Beeindruckend.

Und genau das ist der Grund für das Treffen, dem Laureus Sport for Good Global Summit in Paris: Alle zwei Jahre bringt Laureus Sport for Good die Vertreter aller Förderprojekte zusammen – zum Austausch, Netzwerken und für Strategie-Workshops.

Dieses Mal eben in Frankreich. Es geht hauptsächlich um die Themen Inklusion und Geschlechtergleichstellung. In den einzelnen multinationalen Gruppen wird zu den Fragestellungen heiß diskutiert. Jeder Vertreter berichtet von seinen Erfahrungen aus der Projektarbeit, den Herausforderungen – und den Erfolgsgeschichten.

Und davon gibt es viele: Beispielsweise bei „Mifumi“, einem Karateprojekt in Uganda für Mädchen, dem die Männer aus den lokalen Communities erst sehr skeptisch und ablehnend gegenüberstanden und die nun die Turniere der Teilnehmerinnen besuchen und sie anfeuern. Von den „Kicking Girls“, einem Mädchenfußballprojekt, das mit sechs Schulen in Oldenburg angefangen und sich mittlerweile auf mehrere Länder ausgeweitet hat. Und von „Girls on the run“, einem Laufprojekt für junge Mädchen aus den USA, die über den Sport ein stärkeres Selbstvertrauen aufbauen und merken, dass es sich lohnt, sich Ziele zu stecken und zu verfolgen.

01

Jede Geschichte ist individuell, aber herzerwärmend. Und allen Summit-Teilnehmern wird bewusst: Sie kämpfen nicht für sich alleine. Sie ziehen alle an einem Strang. Sie gehören alle einem Movement an, der Sport for Good Bewegung, die an die Kraft des Sports als Mittel für sozialen Wandel glaubt.

Wie Nelson Mandela, Schirmherr von Laureus, der den Glaubenssatz 2001 bei der Gründung der Stiftung in passende Worte fasste: „Sport hat die Kraft, die Welt zu verändern. Er hat die Kraft zu inspirieren.“

Und daran glauben nicht nur die Projektleiter, sondern auch eine Vielzahl an prominenten Sportlern und Sportlerinnen, die sich als Botschafter für den guten Zweck einsetzen und für Laureus Sport for Good engagieren. Neu in der Riege der Botschafter mit dabei ist seit dem Summit auch Anna Schaffelhuber, siebenfache Paralympics-Siegerin im Monoski. Sie weiß, was der Sport bewirken kann – und welche Kräfte er in einem selbst freisetzen kann.

„Ich verfolge seit einigen Jahren die Arbeit von Laureus Sport for Good, die das Leben von Menschen aus aller Welt positiv beeinflusst. Der Sport hat mein Leben verändert und ich kann es kaum erwarten, etwas zurückzugeben und benachteiligten Kindern und Jugendlichen rund um den Globus zu helfen“, sprach sie und setzte ihr Vorhaben gleich in die Tat um: Gemeinsam mit den Rugby-Legenden Brian Habana aus Südafrika und Sean Fitzpatrick aus Neuseeland spielte sie eine ambitionierte Runde Rollstuhlbasketball – und zeigte, zu welchen Leistungen man trotz Handicap fähig ist.

Und genau das inspiriert. Nicht nur die Projektleiter/innen, sondern auch die Kinder und Jugendlichen in den Projekten auf der ganzen Welt, die von den Laureus Sport for Good Botschaftern besucht werden. Denn an Tagen wie diesen wird ihnen bewusst: Ich bin wichtig. Ich werde gesehen. Meine Bedürfnisse werden wahrgenommen. Ich erhalte Unterstützung.

Oft bedarf es nur eine Chance, das eigene Potential zu erkennen und zu zeigen. Oder nur eine Person, die an einen glaubt. Und sicherlich ist das schon bald eine Anna Schaffelhuber für die Teilnehmer aus den deutschen und österreichischen Laureus Förderprojekten.

Autorin: Bärbel Mees arbeitet bereits seit 2011 für Laureus Sport for Good Germany & Austria, ist aber immer noch jedes Mal hellauf begeistert, wenn sie bei Aktivitäten der Stiftung vor Ort ist und mit eigenen Augen sieht, was die Kraft des Sportes bewirken kann. Hier in Deutschland & Österreich – oder eben auch weltweit.

Strategie meets Schülerinnen aus dem Programm move&do

01

„Robin Hood ist da! “ lautete das Motto unseres sozialen moveanddo Tages Ende September in Esslingen in der Nähe der Katharinenlinde.

Eigentlich hätte ich am Morgen lauter kleine und große Robin Hoods und Lady Marians an unserem Treffpunkt, dem CVJM Häuschen erwartet, aber für Strumpfhosen und Waldkleider war es wohl doch etwas zu frisch. Wir alle waren sehr gespannt, was der Tag wohl mit sich bringen würde.

Bei einer heißen Tasse Kaffee und gewärmt von den ersten Sonnenstrahlen war die Laune bereits von Anfang an bestens. Schon bald wurden wir in vier Teams eingeteilt. Ich fand mich in einer bunt- gemischten Gruppe wieder– Diversity at its best! Wir hatten typische Mädchen, Draufgänger, coole Typen, Besserwisser, Spaßvögel und natürlich auch jegliche Mischung all dieser Typen bei uns im Team- und das bei den Jungen und den Älteren. Team GELB war geboren.

Unsere erste Aufgabe bestand in einer Geo-Caching Tour über die Esslinger Weinberge. Hier waren die Digital Natives – die Schüler- klar im Vorteil, die die virtuell geführte Runde per GPS Tracker und WhatsApp Anweisungen von der Zentrale bestens kontrollierten. Da Alwin der einzige von uns war, der schon einmal einen GPS Tracker in der Hand hatte, wurde er als unser Anführer gewählt.

An den einzelnen Stationen gab es kleine Quizfragen oder Aufgaben zu bewältigen.

Toll war ein Spiel, bei dem es galt mit Hilfe eines Seils, Klettergurt und Helm eine Schatztruhe aus einem verseuchten See zu bergen. Unsere pfiffige Schülerin Vera verzichtete auf unnötige Komplexität- band das Seil zum Lasso und fing die Schatztruhe damit ein. Die Aufgabe hatten wir nach 1 Minute gelöst. Danach haben es sich die Ingenieure unter uns natürlich nicht nehmen lassen , das Seil um Bäume zu binden, eine Schüler in Klettermontur über den See abzuseilen, damit sich dieser die Schatztruhe angeln kann. Das hat dann also doch nochmal 30 Minuten gedauert. Mein Fazit: manchmal sind die pragmatischen Lösungen eben die Besten. Girl Power.

Was für ein Abenteuer. Die meisten Checkpunkte der Tour haben wir ohne Probleme gefunden, nur am Ende ging es einmal wild durch Sträucher und einen steilen Berg hinauf, der wohl nicht ganz so als offizielle Route vorgesehen war. Aber egal, der Weg ist das Ziel und das ganze Team war gefordert, um alle heil auf die Bergkuppe zu befördern.

Alwin musste sich nach dieser Etappe erstmal erholen und schwor laut, dass er so eine Job nie mehr machen würde. Es sei wirklich schlimm, so einen Haufen zusammen zu halten. Als ich ihm entgegnete, man könne sich seine Mitarbeiter halt nicht aussuchen, musste er dann doch lachen und sein Ärger war schnell verflogen.

Im zweiten Spiel wurden wir kreativ und sollten den Begriff „Team Work“ bildlich mit Waldmaterialien darstellen. Das Motiv wurde richtig schön und alle waren mit Eifer dabei. Nebeneinander entstanden so im Laufe des Tages vier schöne Darstellungen desselben Gedankens.

Konzentration und Spaß versprach die dritte Station, das Bogenschießen. Es war schön zu sehen und zu erleben, wie vor allem die Schülerinnen sich umeinander und um uns kümmerten und jeder kleine Misserfolg mit guten Ratschlägen und Tipps begleitet wurde. „Du musst dir einfach jemanden vorstellen, den du erschießen möchtest“, bekam ich als Tipp. „Ich will aber gar niemand erschießen, ich bin Pazifist“ meinte ich und bekam zu hören, ich sei viel zu gutherzig. Im Nachhinein war der Tipp gar nicht schlecht, meine Erfolgsquote danach war wirklich viel besser.

Als absolutes Highlight durften wir in der vierten Station eine wirklich tiefe Schlucht auf einer wackeligen Slackline überqueren. Zwar waren wir bestens betreut und gut gesichert, aber ich denke wir alle kamen an unsere Grenzen. Und Mittagessen gab es wirklich erst als alle im Team einmal hin und zurückgeklettert waren. Höchste Disziplin und trotzdem jede Menge Spaß.

Inzwischen waren alle Teams von ihren Abenteuern zum Treffpunkt zurückgekehrt und freuten sich auf ein zünftiges Burger-Essen vom Grill.

Wir verabschiedeten uns mit einem gemeinsamen Spiel am frühen Nachmittag von den netten Betreuern und Organisatoren und den tollen Mitstreitern, den Schülerinnen und Schülern.

Alles in allem war es ein geschenkter „sozialer Tag“, an dem am Ende ich das Gefühl hatte der Beschenkte zu sein. So viel Offenheit, Freundlichkeit und Teamspirit und vor allem Unvoreingenommenheit der Schülerinnen und Schüler uns Erwachsenen gegenüber habe ich schon lange nicht mehr so intensiv erlebt.

Danke an die Laureus Sport for Good Foundation Germany und an das Programm moveanddo fürs Möglich-Machen.

Elke Piepenbring, Strategin bei der Daimler AG

01 02 03 05 04

Ein schöner Sommer mit vielen tollen Erlebnissen und Aktionen geht zu Ende.

Nun freuen wir uns auf den Start ins neue Schuljahr 18/19!

Drei Tage schwitzen, durchhalten und füreinander da sein

move&do Hüttentour 2018

01

"Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen." (Goethe)

Für die 19 Schüler und Schülerinnen der Gablenberger und der Eichendorff Werkrealschule in Stuttgart hieß es kurz vor den Ferien "drei Tage wandern von Hütte zu Hütte!". Mit eigenem Rucksack und Wanderstiefeln ausgerüstet starteten die Schüler und Schülerinnen mit ihren Lehrerinnen und dem move&do Team in Hinterstein / Bad Hindelang die 26,1 km lange Wanderung.

Gemeinsam zu Fuß von Hütte zu Hütte gehen und dabei ohne Handy zu sein ist für jede Schulklasse eine ganz besondere Herausforderung. Denn im Vorfeld war es für viele der Schüler und Schülerinnen nicht nachvollziehbar, in der heutigen Zeit drei Tage telefonisch nicht erreichbar zu sein. Umso schöner ist es dann zu erleben, dass die Jugendlichen nach kurzer Zeit die Vorteile des „offline Zeitalters“ erkennen und schätzen lernen.

Kaum ein anderes Naturerlebnis fordert auf diese Art körperliche und soziale Stärken der Jugendlichen. Grenz- und Selbsterfahrung sowie die Stärkung des Selbstbewusstseins können am eigenen Körper bewusst erlebt werden.

Zum Erreichen des täglichen Etappenziels müssen die Schüler und Schülerinnen zusammenhalten, füreinander da sein, sich gegenseitig helfen und durchhalten.

So wurde es für die Jugendlichen zur Selbstverständlichkeit den Rucksack der Schwächeren abzunehmen, langsam zu laufen, den anderen die Hand zu geben und sich gegenseitig zu motivieren. Durch die Unterstützung der Anderen und mit einem starken Willen erreichten alle das Ziel und kamen so an der Schwarzenberghütte und am Edmund-Probst-Haus auf 1932 m an.

Die Belohnung - traumhafte Aussichten, Bergseen, Ruhe, frische Luft und ein Essen auf Bergsteigerhütten. Für alle Jugendlichen war dies eine Wahrnehmungserweiterung, etwas Neues und unbeschreiblich Schönes. Das wichtigste jedoch – das Ziel erreicht und etwas geschafft zu haben.

Nach 72 h und über 2.800 hm geht es für die Schüler und Schülerinnen müde aber zufrieden und mit einem gefüllten Rucksack an Erlebnissen, neuen Eindrücken, sozialen und personalen Kompetenzen wieder zurück in die Schule.

move&do ist ein erlebnispädagogisches Programm, das sich zum Ziel gesetzt hat, junge Menschen in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken und deren Sozialkompetenz zu fördern. In gemeinsamer Trägerschaft von Sportkreis Stuttgart und Stuttgarter Jugendhausgesellschaft ist move&do an der Schnittstelle von Sport und Jugendhilfe aktiv und kann auf ein gut ausgebautes Netzwerk aus Schulen, Jugendhäusern und Sportanbietern zurückgreifen. Die Laureus Sport for Good Foundation Germany, Austria unterstützt move&do seit der Gründung im Jahr 2006.

Laura Hübsch / Marcus Weber

(Bild: Eichendorffschule / Gablenbergschule / move&do)

04 01 03

Einführung in die „kooperativen Spiele“ mit move&do

01

Am 19. Juni 2018 fand im Spielhaus Unterer Schlossgarten zum zweiten Mal eine Einführung in die „kooperativen Spiele“ für Mitarbeiter der Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft statt.

Für die 16 Teilnehmer ging es in diesem Tag darum, eine Einführung in das Thema und einen Überblick über die bekanntesten Spiele zu erhalten.

Kooperative Spiele sind Aufgaben für Gruppen, bei denen selbstreflektiertes Lernen und selbständige Erfahrungsmöglichkeiten in Gang gesetzt werden. Die mit den kooperativen Spielen verbundenen Aktivitäten sind für die Teilnehmenden oftmals eine Herausforderung und mit einem ungewissen Ausgang verbunden. Diese Form des „Abenteuers“ sorgt dafür, dass die Teilnehmer emotional eingebunden und ein ganzheitlicher Erlebnischarakter gefördert wird.

Da das Erleben in den Aufgaben ein wichtiger Bestandteil ist, war es für die Teilnehmer wichtig, einige der Aufgaben selbst einmal anzuprobieren. Durch das eigene Erleben ist es erst möglich, die emotionale Einbindung in die Aufgaben aus der Perspektive der Teilnehmer zu verstehen. Das emotional Erlebte ist nämlich in der Reflexion mit den Gruppen sehr oft ein wichtiger Bestandteil.

Neben dem Aufzeigen von verschiedenen Reflexionsmethoden, haben die Teilnehmer auch noch Tipps zum Bau von Spielen erhalten.

Denn das Ziel dieser Fortbildung war es, die Umsetzung von kooperativen Spielen in den Einrichtungen so einfach wie möglich zu gestalten. Aufgrund der großen Nachfrage wird es voraussichtlich eine weitere Auflage dieser Fortbildung geben.

04 01 03 02

Fahrradkurs für Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund

In einigen Ländern ist das Fahrradfahren für Frauen nicht üblich. Ängste und Unsicherheiten von Migrantinnen, die noch nie oder schon lange nicht mehr mit dem Fahrrad gefahren sind, sollen durch den Fahrradkurs abgebaut werden. Neben der Schulung von Grundtechniken, Gleichgewichts-, Fahr- und Bremsübungen werden die Projektteilnehmerinnen mit den Verkehrsregeln vertraut gemacht. Die Mobilität der Frauen wird gefördert und Integration ermöglicht.

Das Projekt wird veranstaltet vom Sportkreis Stuttgart e.V. und gemeinsam mit dem ErlebnisParcours Zuffenhausen, dem Haus 11 und move&do in der Praxis umgesetzt.

 

"Startup"

04

Digitalisierung gilt in der Wirtschaft als Revolution. Revolutionär war auch das Entwicklerteam, das Anfang März Ideen für die Digitalisierung eines Stadtspieles für Stuttgart erarbeitete: 20 Werkrealschüler und –schülerinnen sowie 20 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Daimler Financial Services (DFS) arbeiteten einen Tag lang Hand in Hand. Der Innovationstag war Teil des Programms move&do.

Der Vormittag war recht sportlich, denn die 20 Schüler aus Stuttgart Gablenberg und die Designer und IT-Entwickler von 20 Mitarbeiter des Finanzdienstleisters (DFS) sollten das alte Stadtspiel von move&do mithilfe der Design Thinking Methode genau unter die Lupe zu nehmen. Bei diesem Problemlösungsansatz zur Entwicklung neuer Ideen betrachtet man die Lösung aus der Anwendersicht. Darüber soll das Projekt gesteuert und die Produktentwicklung möglichst nahe am „Kundenbedürfnis“ orientiert werden. Auf der Jagd nach der besten Lösung suchten daher acht gemischten Gruppen nach alten Gebäuden, tauschten Gegenstände und bezogen Passanten mit in die Lösung der Aufgaben ein. Nach der Siegerehrung, bei dem das Team „Mercedes“ als Sieger gefeiert wurde, gab es eine gemeinsame Mittagspause am Schillerdenkmal.

Der Austausch zwischen Schülern und den Mitarbeitern des Finanzdienstleisters passt genau zum Ansatz des Programms move&do, das schon seit fast zwölf Jahren junge Menschen in Stuttgart in ihrem Selbstbewusstsein stärkt und deren Sozialkompetenz fördert. In gemeinsamer Trägerschaft von Sportkreis Stuttgart und Stuttgarter Jugendhausgesellschaft arbeitet move&do an der Schnittstelle von Sport und Sozialem.

Am Nachmittag trugen sechs Arbeitsgruppen die gesammelten Erfahrungswerte im Stuttgarter Rathaus zusammen. Nach einer kurzen Ideenphase wurden erste Prototypen erstellt und im Mittleren Sitzungssaal des Rathauses gegenseitig präsentiert. Dies fand auch Interesse bei Dr. Martin Schairer, dem Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, der die Teilnehmer begrüßte: “Wie spannend ist das denn, Werkrealschüler und Werkrealschülerinnen und Daimler Financial Services zusammen zu bringen? Ich bin mir sicher, dass Sie alle von den gemeinsamen Erfahrungen des heutigen Tages profitieren werden“, so Dr. Schairer.

Der verantwortliche Design Thinking Coach von DFS, Philipp Leiscar, sagte: „Für mich ist es spannend, wie Schüler auf die neuen Arbeitsmethoden bei uns reagieren und man sieht, dass sich die Schüler toll darauf einlassen und spannende Ideen daraus entwickeln. Arbeit bedeutet halt nicht mehr nur den ganzen Tag am Laptop und in Meetings sitzen, sondern die besseren Ergebnisse erzielen wir vor allem im Innovationsbereich, wenn wir unseren Arbeitsalltag dynamisch und interaktiv gestalten. Wie man sieht, kann das auch für den Alltag in der Schule gelten.“

Zum Abschluss entschied ein Voting, welche der Ideen in den kommenden Wochen weiter entwickelt werden. Acht Teilnehmer aus Schülern und DFS-Fachleuten entwickeln daraus in den kommenden Wochen die „Digitale Stadtralley“.

04 01 02 03 05 06 07

„Ich schaff‘s auch ohne“ – Stressfaktor Handy

„Ich schaff‘s auch ohne“ – das heißt es seit September 2017 bei move&do für die beiden achten Klassen der Pestalozzi Werkrealschule in Stuttgart. Beim Besuch des Laureus-Förderprojekts an der Schule ging es in mittlerweile vier Trainingseinheiten um Themen wie Stressfaktor Handy oder Multitasking überfordert.

Außerdem gab es einen Selbstcheck der Schülerinnen und Schüler: Alles mit dem Ziel, die Jugendlichen für den bewussteren Umgang mit dem Handy im Alltag zu sensibilisieren. Am Ende dieses Projekts steht die große Aufgabe, eine zweitägige Radtour rund um Stuttgart selbst zu organisieren – selbstverständlich ohne Handy und sonstige technische Unterstützung.

xmas17 Auch wir von move&do aus Mannheim haben uns in das Projekt eingebracht. In einem Gastvortrag bearbeiteten die jeweils 20 Schülerinnen und Schüler aus den beiden Klassen die Themen Selbstregulation und Eigenverantwortung. Dabei beschäftigten sie sich damit, welche „Helfer“ in ihrem Kopf arbeiten, die sie beim konzentrierten und erfolgreichen Arbeiten unterstützen.

Außerdem gingen sie der Frage nach, wie sie sich selbst mental besser steuern, eigenverantwortlich führen, angemessen fordern und richtig erholen können. Hinter dieser Aufgabe stecken komplexe neurowissenschaftliche Ideen und Forschungsergebnisse, die selbst vielen Studenten Kopfzerbrechen bereiten dürften. Mit Hilfe des Modells nahmen die Jugendlichen die Gedanken total interessiert auf und setzten sie sehr gut mit Blick auf ihre persönliche Situation um.

Wir als gesamtes move&do-Team und auch die anwesenden Lehrkräfte waren begeistert, wie die Einheiten verlaufen sind, wie gespannt die Teilnehmer alle Inhalte verfolgt und aktiv mitgearbeitet haben. Wir sind der Meinung, dass die Schülerinnen und Schüler daraus viel für ihr Leben und ihren Schulalltag mitnehmen konnten.

Autor:
Kolja Müller-Späth ist Projektleiter beim Laureus-Förderprojekt move&do Mannheim². Er hat Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule in Köln und an der Universität Heidelberg studiert und setzt sich nun mit dem erlebnispädagogischen Ansatz von move&do für junge Menschen ein. Eines der Ziele: Das Selbstbewusstsein und die Sozialkompetenz der Jugendlichen zu stärken, indem relevante Themen gemeinsam im Team aufgearbeitet werden.

BOGY-Praktikum bei move&do

Hallo, ich heiße Katha und gehe in die 10. Klasse. Eine besondere Woche erwartete mich, mein BOGY-Praktikum bei move&do.

Die Woche über gingen wir in verschiedene Klassen. Angefangen von einer fünften Klasse bis hin zu einer zweiten Klasse. Die Schulklassen haben mit vielen Spielen und Aufgaben gelernt sich gegenseitig zu vertrauen und miteinander in einem Team zu arbeiten. In dieser Woche konnte ich auch verschiedene Verhaltensweisen in den Klassen kennenlernen.

xmas17 Anfangs habe ich nur zugeschaut oder mitgemacht, aber am Ende meiner Praktikumswoche durfte ich sogar ein Spiel für eine 4. Klasse vorbereiten und anleiten. Da diese Klasse beim nächsten Mal klettern gehen würde, habe ich mir ein Spiel zum überlegt, welches das Vertrauen der Kinder zueinander stärken soll. Dies hat mir viel Spaß gemacht, da die Kinder motiviert und mit viel Freude das Vertrauensspiel bewältigt haben.

Weiter durfte ich mir Gedanken zu Stuttgart 48 machen und Spielvorschläge einbringen. Auch dies bereitete mir große Freude, da ich schon mehrmals selber ein Teilnehmer war und somit wusste wie viel Spaß man beim Lösen der Aufgaben hat.

Außerdem fand ich es faszinierend das verschiedene Zusammenarbeiten der Kinder zu beobachten und die Vorgehensweisen der Klassen bei unterschiedlichen Aufgaben miteinander zu vergleichen.

Zu Beginn der Woche war ich noch etwas aufgeregt, da ich nicht wusste, was mich alles erwarten würde, doch zum Ende hin war ich schon sehr gelassen und auch etwas traurig da ich bald wieder gehen musste.

Auf geht's in ein neues spannendes Jahr 2018!